DSGVO-konforme Website: Was du wirklich brauchst
Seit 2018 gilt die DSGVO. Trotzdem sind viele Websites noch nicht sauber. Hier die ehrliche Übersicht: Was ist Pflicht, was ist Mythos, und wie vermeidest du Abmahnungen.
Die 5 Pflichtelemente jeder Website
- Impressum — nach § 5 TMG. Vollständige Angaben zum Betreiber.
- Datenschutzerklärung — nach Art. 13 DSGVO. Welche Daten werden verarbeitet, warum, wie lange.
- SSL-Verschlüsselung — HTTPS statt HTTP. Ohne: Abmahngefahr bei Kontaktformularen.
- Cookie-Banner bei Tracking — nur wenn du Google Analytics, Facebook Pixel etc. nutzt.
- Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) — mit Hosting-Provider, Mail-Dienst, Newsletter-Tool.
Cookies: Was ist erlaubt, was nicht?
Die meiste Aufregung um DSGVO entsteht beim Thema Cookies. Die Wahrheit ist simpler:
- Technisch notwendige Cookies (z.B. Session, Warenkorb): Kein Banner nötig.
- Tracking-Cookies (Google Analytics, Facebook Pixel, Hotjar): Opt-In Banner Pflicht.
- Marketing-Cookies: Opt-In Pflicht, muss deaktiviert-als-Default starten.
Tipp von Factbinger TPC: Die einfachste Lösung ist gar kein Tracking. Dann brauchst du auch keinen Cookie-Banner. Die meisten kleinen Websites brauchen Google Analytics gar nicht.
Google Fonts: Der 2022er Schock und seine Lösung
Ein Landgericht München hat 2022 entschieden: Google Fonts dynamisch geladen (das ist Standard) überträgt die IP-Adresse des Besuchers an Google — ohne Einwilligung. 100€ Schadensersatz.
Lösung: Google Fonts lokal einbinden. Factbinger TPC macht das bei jedem Projekt standardmäßig oder dokumentiert den Fall in der Datenschutzerklärung.
Wie Factbinger TPC DSGVO-konform arbeitet
- Hosting über Hostinger mit Auftragsverarbeitungsvertrag
- Keine Tracking-Cookies auf erstellten Websites
- Kontaktformulare nutzen mailto: — keine Server-Speicherung von Kundendaten
- SSL-Verschlüsselung über Hostinger kostenlos
- Impressum und Datenschutzerklärung sind im Fixpreis enthalten
Häufig gestellte Fragen
Muss ich einen Datenschutzbeauftragten haben?
Nein, nicht als Einzelunternehmer oder kleines KMU. Pflicht wird es erst bei 20+ Mitarbeitern die personenbezogene Daten verarbeiten, oder bei Kernaktivitäten mit sensiblen Daten.
Darf ich Kontaktformulare haben?
Ja, aber mit Datenschutzhinweis, SSL-Verschlüsselung und Löschroutine für alte Anfragen. Factbinger TPC nutzt mailto-Formulare die keine Daten auf dem Server speichern.
Was passiert bei DSGVO-Verstößen?
Theoretisch bis 20 Mio € oder 4% des Jahresumsatzes. Realistisch: Abmahnungen von 200–2000€ durch Wettbewerber oder Datenschutz-Anwälte.